C. Wajsbrot, Buchcover © imago images / Christian Thiel // Wallstein-Verlag
9. Juni 2020
18:00 Uhr
Eintritt frei

Cécile Wajsbrot: Zerstörung

9. Juni 2020
18:00 Uhr
Eintritt frei

Lesung und Gespräch mit der Autorin

Die Veranstaltung findet per Zoom statt und wird von Andrea Grewe (Professorin für französische Literatur, Universität Osnabrück) moderiert. Des Weiteren nehmen Svenja F. Bischoff (Wallstein Verlag) und Hermann Wallmann (Literaturkritiker, Literaturverein Münster) teil.

Gespräch auf Deutsch, Lesung auf Französisch und Deutsch. Anmeldung bei Kathrin Kühn: kultur.institutfrancais@uni-bonn.de

Cécile Wajsbrot lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2007 war sie Gast des Künstlerprogramms des DAAD. 2014 erhielt sie den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, 2016 den Prix de l’Académie de Berlin.

Zerstörung (erschienen 2020 im Wallstein Verlag, Göttingen, aus dem Französischen von Anne Weber)

Zerstörung – Destruction – lautet der Titel des 2019 in Frankreich erschienenen neuen Romans von Cécile Wajsbrot, der seit März 2020 auch in deutscher Übersetzung vorliegt. Sein Thema ist die Zerstörung der Freiheit des Denkens und Redens in einem Land, in dem sich schleichend ein populistisches und autoritäres Regime etabliert hat. Während die früheren Romane Mann und Frau den Mond betrachtend (2003), Der Verrat (2006) und Aus der Nacht (2008), mit denen Cécile Wajsbrot im deutschen Sprachraum bekannt geworden ist, im Zeichen des Gedächtnisses und der Erinnerung an die Traumata des 20. Jahrhunderts standen, entwirft der neue Roman das Schreckensbild einer Zukunft, in der Bücher konfisziert werden und die Erinnerung an die Vergangenheit ausgelöscht werden soll. Der Roman, in dem der Kritiker der Süddeutschen Zeitung aktuell einen „allegorischen Weckruf an die komplett übersteuerten Gesellschaften“ sieht, ist zugleich eine leidenschaftliche Hommage an die Literatur und ihre Kraft, vor dem nahenden Unheil zu warnen und über die Zeiten hinweg Gemeinschaft zu stiften. Die Übersetzung des poetischen, bilder- und anspielungsreichen Textes stammt von der deutsch-französischen Autorin Anne Weber.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Universität Osnabrück, dem Literaturbüro Westniedersachsen, dem Literaturverein Münster und dem Institut français Aachen statt.

LESEPROBE

 

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Dienstag 09 Jun 2020 - 18:00