21. March 2018
19. April 2018

Beginn: 09:00 Uhr  |  End: 16:00 Uhr
Eintritt frei

Kombinierte Malereien aus dem Senegal von Taaw

Institut français Bonn
21. March 2018
19. April 2018

Beginn: 09:00 Uhr  |  End: 16:00 Uhr
Eintritt frei

Traditionelle afrikanische Kunst – Kubismus – Surrealismus -Gesichter – Heimat Senegal – das Unbewusste - Träume

„Wenn ich male, fühle ich. Wenn ich fühle, male ich.“

Der 1977 geborene Künstler Ngagne Maleine Séne, lebt und arbeitet unter dem Künstlernamen Taaw in Dakar im Senegal. Seit 2001 stellt er seine abstrakten Gemälde regelmäßig in den USA; Europa und im Senegal aus.

Sein Schaffen ist beeinflusst von surrealistischen und kubistischen Strömungen. Gleichzeitig finden sich Einflüsse der westafrikanischen Kultur in Form von maskenhaften Darstellungen und einer warmen Farbgebung in seiner Werkmotivik.

Anlässlich der Woche der Frankophonie zeigt das Institut français Bonn eine Auswahl seiner (kombinierten) Malereien.

Themen seiner Bilder sind die Liebe, Vereinigung zwischen Mann und Frau, Familie, Spiritualität, das universelle Sein. Diese Themen zeigen sich häufig als Kontraste vereint in einem Werk: Organisch und Geometrisch, Geist und Materie, Göttlichkeit und Menschlichkeit.

In einige seiner Werke integriert er Alltagsmaterialien und Lebensmittel aus seiner Heimat wie Fischernetze, Bohnen, Mais, Reis etc.  Dies nennt man „kombinierte Malerei“.

Zudem integriert Taaw in einzelne Arbeiten Textilfragmente, die er mosaikartig und in kubistischen Kompositionsschemata anordnet.

Diese Technik ist auf den Baye-Fallismus zurückzuführen. Der Begriff Baye Fall wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem senegalesischen Geistlichen Cheikh Ibrahima Fall geprägt. Die Hauptthemen seiner Lehre waren eine universelle Lebensphilosophie des Gebens und Empfangens, der bewusste Umgang mit sich selbst, den anderen und der Umwelt sowie Mitgefühl, Dankbarkeit, Gewaltlosigkeit, Einigkeit und Respekt im multi-konfessionellen Zusammenleben. Aus Stoffreste wurden neue Kleidungsstücke für bedürftige Mitmenschen zusammengenäht. Dadurch entstand nach und nach ein für die Baye Fall-Bewegung typisches „Design“ (bunte, geometrische Formen). Diesen solidarischen Akt greift Taaw in seinen Arbeiten auf und setzt es in künstlerischer Form in einen neuen Kontext. 

Die Informationen über Taaws künstlerisches Werk basieren auf einem Text von Frau Laura Hess, die zu Vernissage am Dienstag, 20. März um 18.30 Uhr eine Einführung in das Werk von Taaw geben wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Mittwoch 16 Mai 2018 -
18:30 bis 20:30
Donnerstag 17 Mai 2018 - 09:00 bis Freitag 13 Jul 2018 - 16:00